Archivbild: Christian Wenger

Im ersten Meisterschaftsspiel nach der Winterpause unterliegt das U19-Team äussert unglücklich mit 1:2 (1:1). Viel fehlte nicht zum sensationellen Punktgewinn.

Christian Wenger

Eigentlich waren die Rollen vor dem Spiel klar verteilt: Zürich siegte im ersten Duell im Bützel gleich mit 6:0 und ging somit wiederum als Favorit in die Partie. Doch die Ostschweizerinnen liessen sich davon wenig bis gar nicht beeindrucken und gingen in Minute sechs bereits in Führung. Céline Bradke lancierte Debora Egli auf der Aussenbahn. Diese tankte sich durch und liess auch die Torhüterin aus – 0:1 für den FCO. Die Zürcherinnen, welche erst am Vortag aus dem warmen Spanien aus dem Trainingslager zurückkamen, wurden irgendwie noch nicht recht warm. St. Gallen-Staad kämpfte mit Leidenschaft und setzte alles daran, diese Führung zu verteidigen. Immer wieder konnten sie auch von Unzulänglichkeiten in der Zürcher Defensive profitieren und kamen so zur einen oder anderen gefährlichen Aktion. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kam das Heimteam einen strittigen Freistoss zugesprochen. Noch während Torhüterin Fiona Schips die Mauer stellte, gab das Unparteiische das Spiel frei. Schips wurde daher von der FCZ-Schützin auf dem falschen Fuss erwischt. Sollte man sich nun aus Sicht der Gäste über diesen Gegentreffer ärgern oder doch darüber freuen, dass man noch im Spiel ist?

Fakt ist, dass der Ausgleich äusserst unglücklich war. Doch die U19-Girls liessen sich davon nicht beeindrucken und fighteten weiter. Das Spielgeschehen wurde weiterhin dem Favoriten überlassen und auf den lucky punch spekuliert. Die grösste Möglichkeit besass Egli, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an der Schlussfrau. Wie es so ist im Fussball, wenn solche Möglichkeiten ausgelassen werden, erzielte Zürich praktisch im Gegenzug das 2:1. Zürich drängte nun auf die Entscheidung. Doch Schips fischte einen Ball perfekt aus dem Winkel. FCO warf nun nochmals alles nach vorne und wurde beinahe in der 90. Minute dafür belohnt. Natalia Vujnic sah aber ihren Abschluss pariert. Somit endete es bei einem äusserst knappen Resultat für die Zürcherinnen.

Nach der Nationalmannschaftspause vom kommenden Wochenende, in der jedoch ein Testspiel stattfindet, kämpfen die Ostschweizerinnen am 11. März wieder um Punkte. Dann gastiert GC um 13:00 im Bützel.

FC Zürich Frauen U19 – FCO St. Gallen-Staad U19 2:1 (1:1) – Heerenschürli, Zürich – 40 Zuschauer

FCO St. Gallen-Staad U19: Schips; Gruden (74‘ Stark), Lehmann, Bellini, Bradke; Vujnic, Musa, Wehrle, Egli; Ess, Rechsteiner (53‘ Liesch)

Tore: 6‘ Egli 0:1, 44‘ Zürich 1:1, 67‘ Zürich 2:1

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