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Im zweiten Heimspiel fügen die Ostschweizerinnen dem FC Schlieren die erste Saisonniederlage zu. Vor allem dank einer sehr starken ersten Hälfte ist dieser Sieg absolut verdient.

Christian Wenger

Die Elf von Trainer Federico D’Aloia zeigte gleich von Beginn an, wer Chef im Hause ist. Die Angriffe rollten nur so in Richtung Gehäuse der Schlieremerinnen. Doch zunächst wählte St. Gallen-Staad oftmals die falsche Variante und verhedderte sich in der Zürcher Abwehrreihe oder scheiterte an Schlierens Schlussfrau Annina Eigenmann. Sollten sich die vielen verpassten Chancen rächen? Nein! Nach einer halben Stunde war es dann endlich so weit, Géraldine Ess erlöste das Heimteam mit dem 1:0. Die Ostschweizerinnen powerten weiter, und kurz vor der Pause war Geburtstagskind Stephanie Brecht für das 2:0 verantwortlich. Für die Zürcherinnen war es doch eher ein schmeichelhaftes Resultat.

Kurz nach Wiederbeginn enteilte Stürmerin Sanja Mijovic der Ostschweizer Defensive und schob souverän zum 2:1 ein und brachte so ein wenig Spannung zurück in die Partie. St. Gallen-Staad hatte weiterhin deutlich mehr vom Spiel, doch die Gäste versuchten sich immer wieder durch Konter über Mijovic. Da die Gastgeberinnen weiterhin im Abschluss sündigten, dauerte es bis zur 87. Minute, ehe endlich die Entscheidung beigeführt wurde. Die eingewechselte Céline Bradke ging am hinteren Pfosten vergessen und netzte zum Schlussstand ein. Der Sieg mag in Ordnung gehen, fiel aber um einiges zu knapp aus.

Am kommenden Samstag gastiert St. Gallen-Staad beim FC Therwil. Die Baselbieterinnen unterlagen zwar dem Aufsteiger Rapperswil-Jona gleich mit 0:7. Doch ein angeschlagener Löwe ist meist ein gefährlicherer Löwe. Spielbeginn auf dem Kändelboden ist um 18:30.

FC St. Gallen-Staad – FC Schlieren 3:1 (2:0) – Espenmoos – 83 Zuschauer

FC St. Gallen-Staad: Koretic; Rebekka Thoma, Iseli, Lüchinger, Böni; Frick (78‘ Bradke), Peter, Ess (88‘ Rechsteiner); Brecht (63‘ Müller), Stilz, Schärer (61‘ Bigger)

Tore: 32‘ Ess 1:0, 42‘ Brecht 2:0, 54‘ Mijovic 2:1, 87‘ Bradke 3:1

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