Beitragsbild: Christian Wenger

Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause können die Ostschweizerinnen die weisse Weste nicht beibehalten. Der Ausgleichstreffer zum 2:2 gelang den Genferinnen in der Nachspielzeit.

Christian Wenger

Zum ersten Mal in der noch jungen Geschichte des FC St. Gallen-Staad fand eine Partie in der Kantonshauptstadt statt. Doch diese Tatsache beflügelt das Team von Trainer Leandro Simonelli nicht unbedingt, im Gegenteil. Schon nach wenigen Minuten kam der Gast aus Genf zu einer guten Möglichkeit. Patricia Gsell konnte den ersten Abschluss von Anna Colville noch glänzend parieren, beim Abschluss war sie jedoch machtlos. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison wurde Gsell von ihren Vorderleuten im Stich gelassen. Noch wachte das Heimteam nicht aus seiner Lethargie auf. Gsell lenkte wenig später einen Abschlussversuch an die Latte. Beim Nachschuss stand zunächst wieder nur eine Genferin bereit, jedoch aus einer Abseitsposition. Nun kam doch endlich St. Gallen-Staad zu einer Chance, und die hatte es in sich: Manuela Beerli überlobte die gegnerische Schlussfrau, scheiterte aber am Pfosten. So ging es nach einer wenig berauschenden ersten Hälfte mit einem 0:1 in die Kabine.

Wie würden die Ostschweizerinnen nach dem erstmaligen Pausenrückstand auf den Platz zurückkehren? Sicher mal mit neuem Personal und neuem Spielsystem. Simonelli muss auch deutliche Worte gefunden haben, denn das Heimteam kam tatsächlich deutlich besser und engagierter zurück. Nach einer Stunde war es dann Beerli, welche sich im Strafraum geschickt um die Gegenspielerin drehte und mit einem platzierten Flachschuss die Torfrau in der nahen Ecke erwischte. Und nun schien St. Gallen-Staad endlich im Spiel angekommen: Stephanie Brecht traf mittels wunderbarem Distanzschuss zur 2:1-Führung. Doch nun zeigten auch die Westschweizerinnen wieder, weshalb sie auf dem dritten Rang rangieren, und erhöhten wieder ein wenig die Schlagzahl. Es brauchte eine Glanztat von Gsell mit dem Fuss, um den Ausgleich zu verhindern. Dem Heimteam gelang nun wieder weniger, liess aber vorerst auch noch wenig zu. Die Kontermöglichkeiten verliefen jedoch alle im Sand. Servette gab sich jedoch nicht auf und kam in der Nachspielzeit zum Ausgleich. Über die gesamten 90 Minuten gesehen geht diese Punkteteilung sicher in Ordnung.

Am kommenden Samstag reisen die Ostschweizerinnen zum FC Kloten. Spielbeginn auf dem Sportplatz Stieghag ist um 18:00 Uhr.

FC St. Gallen-Staad – Servette FC Chênois Féminin 2:2 (0:1) – Gründenmoos, St. Gallen – 122 Zuschauer

FC St. Gallen-Staad: Gsell; Riesen, Iseli, Oberdorfer (71‘ Beck), Böni; Egger (46‘ Brecht); Stilz, Fässler, Bischof, Rebekka Thoma (46‘ Schärer); Beerli

Tore: 6‘ Colville 0:1, 60‘ Beerli 1:1, 65‘ Brecht 2:1, 90‘ + 1 Colville 2:2

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