Nach auskurierter Knieverletzung wieder zurück und sogleich erfolgreich: Stephanie Brecht – Archivbild: MD

Trotz zwischenzeitlicher 1:0-Führung unterliegt der FC St. Gallen-Staad auswärts beim FC Luzern mit 1:4.

Christian Wenger

Die Innerschweizerinnen wollten sich für die 0:2-Niederlage beim FC St. Gallen-Staad von Ende September revanchieren. Dominant und entschlossen trat das Heimteam auf. Doch nach einem kapitalen Bock im Aufbauspiel der Luzernerinnen jubelten plötzlich die Gäste aus der Ostschweiz: Serena Li Puma fing den Ball im Strafraum ab und legte quer auf Stephanie Brecht, die nach viereinhalb Minuten mit Hilfe der Torumrandung zur Führung einschieben konnte. Doch dass auch die Gäste-Abwehr alles andere als sattelfest war, sollte sich speziell in Minute dreizehn zeigen. Ein weites Zuspiel erreichte den rechten Flügel, die Angreiferin konnte sich die Kugel zurechtlegen und warten bis ihre Mitspielerin in perfekter freier Position war. Da es sich dabei um Irina Pando handelte, die bereits zehn Treffer erzielt hat, liess sich diese natürlich nicht zweimal bitten und glich aus. Nach einer halben Stunde ein ähnliches Bild: wieder ein Angriff über die rechte Seite, und diesmal fälschte eine Verteidigerin das Zuspiel ins eigene Tor ab. Jedoch wäre eine Stürmerin zur Stelle gewesen und hätte wohl ebenfalls verwandelt. Und kurz vor der Pause befand sich die Hintermannschaft der Ostschweizerinnen bei einem schnell ausgeführten Freistoss im Tiefschlaf, erneut vollendete Pando das Zuspiel zur 3:1-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel suchten die Luzernerinnen die Entscheidung. Doch ein erster Abschlussversuch nach vier Minuten von Chantal Wyser landete am Pfosten. Dieser Aluminium-Treffer führte zu einem Bruch im Spiel. Nicht, dass es vorher hochstehend war auf dem tiefen Rasen. Dadurch kamen dafür die Gäste hie und da wieder in Tornähe, ohne aber wirklich zwingend zu werden. Und dennoch, sollte in dieser Phase das 3:2 fallen, vielleicht ja mittels Standard, könnte es doch nochmals spannend werden. Doch soweit kam es nicht. Den Schlusspunkt setzte Svenja Fölmli, welche die Kugel knapp hinter der Mittellinie erhielt und anschliessend nicht mehr zu bremsen war – 4:1 Endergebnis.

Am kommenden Samstag empfangen die Ostschweizerinnen die GC-Frauen zum letzten Spiel des Jahres. Spielbeginn im Staader Bützel ist um 16:00 Uhr.

FC Luzern – FC St. Gallen-Staad 4:1 (3:1) – Leichtathletikstadion Hubelmatt, Luzern – 50 Zuschauer

FC St. Gallen-Staad: Oertle; Colombo (73′ Baumann), Iseli, Christen, Hefti; Wyss, Ess, Bernet; Li Puma, Brecht (64′ Willi), Iseni (57′ Schärer).

Tore: 5′ Brecht 0:1, 13′ Pando 1:1, 31′ Fölmli 2:1, 39′ Pando 3:1, 83′ Fölmli 4:1

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