Beitragsbild: rfr, GC-Frauen

Im letzten Heimspiel des Jahres unterliegt St. Gallen-Staad den GC-Frauen mit 0:2 (0:1) und rutscht auf den vorletzten Tabellenplatz zurück.

Christian Wenger

Nach der 1:4-Niederlage vom vergangenen Samstag in Luzern stellte St. Gallen-Staad-Trainer Marco Zwyssig auf zwei Positionen um: Lena Göppel rückte für Aline Christen in die Abwehr, Jessica Schärer startete anstelle von Ardita Iseni auf dem Flügel. Nebst diesen beiden personellen Änderungen präsentierte sich das Team auch mental in einer anderen Verfassung. Der Auftritt war wesentlich mutiger und offensiver als noch vor Wochenfrist. Dennoch gelang es vorerst nicht, richtig gefährlich in die vorderste Zone zu gelangen. Als dies den Zürcherinnen ihrerseits nach einer knappen Viertelstunde erstmals gelang, bekamen sie sogleich einen Penalty zugesprochen. Gleich zwei Verteidigerinnen des Aufsteigers stellten sich in ihrem Zweikampf im Strafraum nicht besonders geschickt an. Auch wenn das zweite Einsteigen knapp regelkonform war, wurde das erste zurecht nach abgewartetem Vorteil bestraft. Malin Gut liess sich jedenfalls die Chance nicht nehmen und verwandelte zum Führungstreffer für ihre Farben. Fabienne Oertle im Ostschweizer Gehäuse ahnte zwar die Ecke, der Schuss war aber zu platziert. Fortan plätscherte das Geschehen aber vor sich hin, wirklich hochstehend war es nicht. Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware. Beim Kabinengang wäre auch ein 0:0 verdient gewesen. Doch der Konjunktiv ist bekanntlich kein Freund des Fussballs.

Nun kam das Heimteam nochmals deutlich engagierter zurück aufs Feld. Géraldine Ess prüfte die GC-Schlussfrau nach wenigen Minuten, und wenig später setzte Jessica Schärer ihren Abschluss knapp neben das Gehäuse. Trainer Zwyssig brachte nun von der Bank aus neue Offensivkräfte, namentlich Ylenia Caputo und etwas später Céline Bradke. Die Partie wurde mittlerweile deutlich intensiver und mit mehr Härte geführt, jedoch nie mit „dreckigen“ Fouls. Die nächste Chance gehörte wieder dem Heimteam: Mitte der zweiten Halbzeit tankte sich nochmals Schärer auf der linken Seite durch und prüfte ebenfalls GC-Keeperin Julia Gehrig. Doch es sollte einfach nicht sein. Mittlerweile wurde auch die Viererkette zugunsten einer weiteren Angreiferin, namentlich Iseni, aufgelöst. Doch selbst als es nach einem Eckball im Zürcher Strafrauem zu einem Tohuwabohu kam, landete der Abpraller auf der falschen Seite des Pfostens. Und so kam es, wie es kommen musste. Nach einem Corner der Gäste erreichte eine Flanke die mitaufgerückte Verteidigerin Laura Walker, welche die Kugel in Minute 90 zum 0:2 im Netz unterbrachte. In der Nachspielzeit scheiterte auch Iseni nochmals an der Keeperin. Es war schlicht nicht der Tag der Ostschweizerinnen. Aktuell beträgt der Vorsprung auf Schlusslicht Lugano sieben Zähler beim deutlich besseren Torverhältnis. Dennoch werden sich die Tessinerinnen vermutlich nochmals massiv verstärken und eine Aufholjagd starten. Es wird somit bestimmt nochmals ein spannendes Halbjahr 2020 für den FC St. Gallen-Staad.

Nach einer kurzen Winterpause startet der Trainingsbetrieb am 06. Januar wieder, ehe dann ab dem 08. Februar drei Auswärtsspiele in der Meisterschaft auf dem Programm stehen.

FC St. Gallen-Staad – Grasshopper Club Zürich 0:2 (0:1) – Bützel, Staad – 100 Zuschauer

FC St. Gallen-Staad: Oertle; Colombo, Iseli (81’ Iseni), Göppel, Hefti; Wyss; Ess (66‘ Caputo), Bernet; Li Puma, Brecht (75‘ Bradke), Schärer.

Tore: 14‘ Gut (Pen.) 0:1, 90‘ Walker 0:2

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