Bereits seit 2008 darf der FC Staad das sehr begehrte Qualitätslabel SPORT-VEREIN-T tragen. Unter einem Qualitätslabel können sich viele etwas vorstellen. Wer kennt nicht beispielsweise gewisse Labels aus den Warenhäusern bei der Beschaffung von Lebensmitteln wie gewisse Bio- oder Fair-Trade-Labels? Angesichts der Vielfalt an Labels und der unterschiedlichen Philosophien dahinter, stellt sich daher die Frage, wozu sich der FC Staad hier bekannt hat?

Massgebend ist die sogenannte Charta, der Ehrenkodex dieses Labels. Er umfasst folgende fünf Leitsätze:

  • Wir integrieren und akzeptieren Menschen unterschiedlicher Herkunft und Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen.
  • Wir behandeln alle Mitglieder gleichwertig und fördern den gegenseitigen Respekt und die gegenseitige Anerkennung. Ihre Familien werden aktiv ins Vereinsleben mit einbezogen.
  • Wir setzen uns für die Gewalt- und Suchtprävention ein und bemühen uns bei Konflikten um eine respektvolle Austragung und gerechte Lösungen.
  • Wir unterstützen die Freiwilligenarbeit aktiv und stärken das Ehrenamt.
  • Wir verhalten uns solidarisch gegenüber der Gesellschaft, indem wir gemeinschaftlich wirken verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen und so unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.

Seit Anbeginn bemüht sich der Vorstand mit den Mitgliedern diese Leitsätze in konkret für unsern Verein umsetzbare Verhaltensweisen und Aktionen umzumünzen. Durch den periodischen Austausch mit der IG St. Galler Sportverbände als Label-Erteiler werden allfällige Widersprüche ausgemerzt oder Optimierungspotenziale aufgezeigt. Mit zunehmender Erfahrung wuchsen auch die Vorstellungen der IG und damit das Niveau des Labels kontinuierlich. Der heutige Stand entspricht daher absolut einem modernen, solidarischen Qualitätsbewusstsein, welchem es sich nachzueifern und es mit Inhalten zu füllen lohnt. Daher macht es uns stolz, denn SPORT-VEREIN-T.

Der FC Staad interpretiert die Leitsätze im Wesentlichen so:

  • In unserem Verein ist jeder willkommen, in irgendwelcher Form einen Beitrag im Sinne des Sports und der Fairness zu leisten. Wir zollen jedem Sporttreibenden, Funktionär, Gast oder Schiedsrichter den gebührenden Respekt, welchen wir in unserer Gesellschaft in der Öffentlichkeit wie Privaten gewohnt sind.
  • Der Verein steht allen Bevölkerungsgruppen und –schichten offen. Wir verstehen multikulturellen Austausch als Bereicherung. Unser oft zeitintensives Hobby erfordert auch das Verständnis unserer Nächsten, die wir deshalb durch verschiedene Anlässe auch neben den Spielen gerne in unsern Reihen begrüssen.
  • Wir verurteilen jede Form von physischer wie psychischer Gewalt und schreiten gegen solche bei Entdeckung sofort und entschlossen ein. Wir unterstützen Aktionen zu Unfallverhütung und Suchtprävention sowie versuchen aktiv hierzu das eine oder andere zugunsten der Mitglieder zu organisieren.
  • Unser Verein funktioniert hauptsächlich dank ehrenamtlicher Tätigkeiten im Rahmen unseres Jahresprogramms und den sportlichen Aktivitäten. Diesen ehrenamtlichen Helfern zollen wir besonderen Respekt und Dank.
  • Wir verstehen uns als Teil der Gemeindekultur und beteiligen uns an Grossanlässen nach Rücksprache mit dem Organisator oder veranstalten selbst Anlässe für die breite Öffentlichkeit. Unser Sport als Outdoor-Beschäftigung ist auf eine intakte Umwelt angewiesen, weshalb es für uns eine Selbstverständlichkeit ist, uns möglichst umwelt- und ressourcenschonend zu verhalten. Insbesondere versuchen wir unseren Sportplatz sauber zu halten und Abfälle korrekt zu entsorgen.

Um diese Vorhaben zu leben, sind wir alle gefordert. Mit alle sind neben Mitgliedern auch Gäste, Familienangehörige und Fans gemeint. Nur gemeinsam können wir den Sinn des Labels hochhalten, das respektvolle Miteinander sowie den Sport zelebrieren, wodurch uns eben der SPORT-VEREIN-T.

Nachfolgend der aktuelle Jahresbericht 2017 der IG St. Galler Sportverbände zu Sport-verein-t:

Weiterentwicklung dank «Sport-verein-t»

 

Im Jahr 2017 bewarb sich eine neue Rekordanzahl von 36 Sportorganisationen erfolgreich um eine Rezertifizierung bzw. Ausdehnung der Geltungsdauer des IG-Qualitätslabels «Sport-verein-t». Zudem hat sich die Zahl der Label-Träger weiter erhöht.

 

Wird der «Kitt unserer Gesellschaft» brüchig?

 

Die Schweiz ist ein «Land der Vereine» und kaum jemand zweifelt an deren Wichtigkeit für unsere Gesellschaft. Ohne Vereine und das von ihnen geleistete ehrenamtliches Engagement würde unsere Gemeinschaft empfindlich geschwächt. Trotz dieses Wissens hört oder liest man aber relativ oft davon, dass Vereine – ob im Sport, in der Kultur oder selbst in der Politik – in der heutigen Zeit besonderen Herausforderungen gegenüberstünden. Diese würden sich sorgen, weil das Interesse am Vereinsleben stagniere oder immer weniger Menschen bereit seien, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich freiwillig für andere zu engagieren. Oder dass sportinteressierte Menschen ihre Freizeit zunehmend ohne Verpflichtungen einteilen möchten und so etwa den Besuch eines Fitness-Centers einem geregelten Sportangebot vorziehen würden.

Vereine bleiben unersetzbar

Weiterhin aber spielen Sportorganisationen für unsere Gesellschaft eine zentrale Rolle. Diese Art einer «Zivilgesellschaft» ist und bleibt ein Erfolgsmodell. Doch Vereine können ihre Rolle nur dann überzeugend wahrnehmen, wenn sich verantwortungsbewusst handelnde Menschen ehrenamtlich in ihren Dienst stellen. Aktuelle Erfahrungen zeigen zwar, dass es erfreulicherweise nach wie vor höchst motivierte Menschen in jedem Altersspektrum gibt, welche sich neu oder weiterhin gerne und mit Überzeugung, Herzblut und Freude für einen Sportclub oder einen Sportverband einsetzen. In einer Zeit der zunehmenden Individualisierung sowie des gesellschaftlichen Drucks benötigen diese Menschen jedoch Unterstützung und als Motivationsquelle unter anderem gebührende Wertschätzung innerhalb ihrer Organisation wie auch seitens der Öffentlichkeit.

«Sport-verein-t» hilft praxisnah und konkret

Das erfolgreiche Angebot «Sport-verein-t» der IG St.Galler Sportverbände schenkt in diversen Tätigkeitsgebieten von Sportorganisationen praktikable Hilfe, Tipps und Anregungen. So zum Beispiel in folgenden Sachbereichen :

–      Standortbestimmungen, Entwicklung von Zukunftsvisionen

–      Kräftigung der Organisationsstrukturen

–      Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement

–      Motivation zur Mitgestaltung eines attraktiven Vereinslebens

–      Gewinnung von neuen Mitgliedern wie von Funktionärinnen und Funktionären

–      Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung

–      Sensibilisierung für Konflikt- und Suchtprävention

–      Krisenmanagements

–      Nutzbringende Integration von Menschen über den Sport in die Gesellschaft

–      Optimierungen dank sorgsamem Umgang mit den natürlichen Ressourcen

–      Akzeptanz in der Bevölkerung sowie Image-Gewinn bei Behörden und Sponsoren

–      Vernetzung mit weiteren Label-Trägern und Sportorganisationen

–      Finanzhilfe bei Investitionen als Anerkennung des verantwortungsvollen Engagements

Übrigens wurde das formelle Bewerbungsverfahren um das IG-Qualitätslabel im Jahre 2017 seitens der IG St.Galler Sportverbände weiter optimiert.

Erneuter Anstieg an Label-Trägern

 

Folgenden drei Sportorganisationen wurde das Gütesiegel «Sport-verein-t» aufgrund ihrer überzeugenden Bewerbung im letzten Jahr erstmals zugesprochen:

– Turnverein Benken

– Skisportclub Walensee, Quarten

– Fussballclub Au-Berneck 05

Eine neue Rekordanzahl „bleibt ausgezeichnet!“

Entscheidend für einen nachhaltigen Nutzen ist, dass die in der «Sport-verein-t»-Bewerbung aufgezeigten Massnahmen im Vereinsalltag tatsächlich umgesetzt werden. Um dies sicherzustellen, ist die Label-Geltungsdauer in einer ersten Phase auf zwei und danach auf jeweils drei Jahre befristet. Im Jahre 2017 durfte einer neuen Rekordanzahl von folgenden 36 Sportvereinigungen zur Ausdehnung oder Wiedererlangung der Label-Geltungsdauer gratuliert werden:

– Badmintonclub Uzwil

– Curling Club Uzwil

– Fussballclub Buchs

– Fussballclub Flums

– Fussballclub Gams

– Fussballclub Montlingen

– Fussballclub Rebstein

– Fussballclub Trübbach

– Fussballclub Uznach

– Fussballclub Wittenbach

– Gymnastik Vilters

– Unihockeyclub Jona-Uznach Flames

– Judo Club St.Gallen_Gossau

– Judoverband SG-TG-AR

– Kanuclub Rapperswil-Jona

– RMV Mosnang

– Skiclub Gossau

– Skiclub Ulisbach, Wattwil

– Skiclub Vermol, Mels

– Skiverband Sarganserland-Walensee

– Sportschützen Gossau

– STV Brunnadern

– STV Steinach

– Tennisclub Altstätten

– Tennisclub Degenau

– Tennisclub Gams

– Tennisclub Sevelen

– Tennisclub Uznach

– Tennisclub Wil

– TSV Fortitudo Gossau Turnerinnen und Turner

– TSV Fortitudo Gossau Unihockey

– TSV Jona Volleyball

– TSV St.Otmar Basket

– Turnverein Rebstein

– Turnverein Rüthi

– Turnverein St.Peterzell

Zusammen mit über einhundert weiteren Vereinen bekennen sich zum Ehrenkodex zu den Kernthemen Organisation, Ehrenamt, Integration, Gewalt-/Suchtprävention sowie Solidarität und treffen konkrete Massnahmen zu dessen Umsetzung. Dabei ist den IG-Verantwortlichen bewusst, dass diese Umsetzung im Ehrenamt erfolgt, einen laufenden Prozess darstellt (welcher auch Enttäuschungen enthalten kann) und nie abgeschlossen ist. Auch hier gilt:  «Der Weg ist das Ziel!»

 

Auch unser Verein ist ausgezeichnet!

Wir bekennen uns nach wie vor zum entsprechenden Ehrenkodex und wir wollen diesem mit konkreten

Massnahmen und entsprechendem Verhalten nachleben:

 

  • Wir integrieren und akzeptieren Menschen unterschiedlicher Herkunft und Menschen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen.
  • Wir behandeln alle Mitglieder gleichwertig und fördern den gegenseitigen Respekt und die gegenseitige Anerkennung. Ihre Familien werden aktiv ins Vereinsleben mit einbezogen.
  • Wir setzen uns für die Gewalt- und Suchtprävention ein und bemühen uns bei Konflikten um eine respektvolle Austragung und gerechte Lösungen.
  • Wir unterstützen die Freiwilligenarbeit aktiv und stärken das Ehrenamt.
  • Wir verhalten uns solidarisch gegenüber der Gesellschaft, indem wir gemeinschaftlich wirken, verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen und so unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten.

 

 

Weitere Auskünfte über «Sport-verein-t» in unserer Organisation erhalten Sie von Philipp Kohler