Beitragsbild: Fabienne Liesch

Ein harter Arbeitssieg

Das Wetter perfekt, der Rasen noch leicht feucht für ein schnelles Passspiel, die Stimmung im Team ausgezeichnet. Alles war angerichtet für ein erfolgreiches Spiel für den FC Staad im Tessin.

Mit dieser Einstellung starteten die Frauen des FC Staad auch in die ersten Minuten des Spiels. Das gegnerische Team wurde von den Staaderinnen hoch angelaufen und dadurch sofort unter Druck gesetzt. Früh konnte man im Spiel deshalb schon viele Ballgewinne erzielen. Bereits in der 2. Minute setzte sich Larissa laufstark an der rechten Aussenlinie durch und flankte den Ball in den gegnerischen Strafraum. Unglücklicherweise konnte die erste grosse Torchance noch nicht verwertet werden. Der nächste gefährliche Angriff liess nicht lange auf sich warten. Katja drückte als Aussenverteidigerin mit ihrem Tempo nach vorne und erkämpfte sich die Gelegenheit für einen Torschuss. Dieser wurde von der gegnerischen Torfrau abgewehrt. Das Pressing wurde von den Staaderinnen hochgehalten und die Torchancen erspielten sich in den ersten Minuten ausschliesslich die Rheintalerinnen. Nach einem groben Faul auf der linken Seite, nähe der Eckfahne, gab der Schiedsrichter einen Freistoss zugunsten der Staaderinnen. Celine trat einen kraftvollen Freistoss, der direkt an die Latte des gegnerischen Tores knallte. Leider konnte der Abpraller nicht verwertet werden. Auf ein Neues zeigten die Frauen des FC Staad, dass sie aufmerksam, spielfreudig und bereit waren die Partie von Anfang an zu bestimmen. Folglich blieb die Defensive des FC Balerna stark gefordert. Durch die vielen Angriffe des FC Staad, die über die Seiten und die Mitte ausgetragen wurden, wusste Balerna nicht wie ihnen geschah. Das Spiel nahm an Fahrt auf und auch die Staaderinnen waren bereit noch mehr Risiko einzugehen, um den Druck auf den Gegner zu erhöhen. Ein einziger kleiner Fehler in der Spielverlagerung des FC Staad führte zu einem unglücklichen Konter. Die Stürmerinnen des FC Balerna überrannten die Abwehr nach einer offensichtlichen Abseitsstellung und schiebten ein zur zwischenzeitlichen 1:0 Führung des Heimteams. Die erste Viertelstunde war gespielt und das Resultat widerspiegelte nicht den wahren Spielverlauf. Doch so ist es im Fussball oft. Die Staaderinnen waren keineswegs erschüttert von dem ungünstigen Gegentreffer und kämpften sich sofort wieder zurück ins Spiel. Alle auf dem Feld wussten, dass der FC Staad in den eigenen Reihen mehr Qualität besitzt und jeden Moment zuschlagen kann. Genauso ereignete es sich 2 min später. Erneut wurde das grobe Einsteigen der Spielerinnen des FC Balerna mit einem Freistoss an der Strafraumgrenze geahndet. Celine trat zum Freistoss an und verwandelte ihn wunderschön unter die Querlatte. Die gegnerische Torfrau musste das erste Mal hinter sich greifen. Als weitere Reaktion auf den eigenen Treffer erhöhte der FC Staad das Pressing erneut und übernahm das Spielgeschehen. Die überraschenden Spielverlagerungen der Staaderinnen aus der Mitte heraus bereiteten dem FC Balerna grosse Schwierigkeiten. Dadurch konnte Larissa, nach einem von Celine exakt getimten Querpass in die Tiefe eine Traumflanke schlagen. Sophie kam zum Abschluss und verpasste nur knapp das Tor. Nach einer starken Anfangsphase geriet das Spiel der Staaderinnen etwas ins Stocken. Durch kleine individuelle Fehler und unnötige Ballverluste gelang es Balerna an Spielanteil zu gewinnen. Der FC Staad liess den Gegnerinnen die Möglichkeit ins Spiel zu kommen. Auch wenn es nur ein paar kurze Minuten der Lockerung des Zugriffs der Staaderinnen waren, genügte es der Offensive des FC Balerna erneut ein Tor zu erzielen. Nur zwei gefährliche Angriffe des FC Balerna wurden auf das Tor des FC Staad abgefeuert und beide endeten als Tor. Erneut waren die Gäste aus dem Rheintal in Rückstand geraten. Doch auch dieser Gegentreffer war eine Motivationsspritze für die Frauen des FC Staad. Das Team kämpfte sich zurück und setzte viele Akzente nach vorne. Die Verteidigungsline der Staaderinnen stand sehr hoch und versuchte mit einem stabilen und sauberen Spielaufbau auch von hinten ihr Team in der Vorwärtsbewegung zu unterstützen. Oft scheiterten die Angriffe am Abschluss. Der Ausgleichstreffer für den FC Staad war nur eine Frage der Zeit, denn die Staaderinnen waren kräftemässig und technisch überlegen. Kurz vor der Pause erzielte Alicia das wichtige Tor für den Ausgleich. Nach 45 Minuten stand es 2:2, unentschieden.

In der Kabine des FC Staad wurden nochmals neue Kräfte freigesetzt und dementsprechend traten die Spielerinnen mit mehr Dominanz auf dem Platz auf. Die individuellen Fehler wurden behoben und die Angriffe, sowie Spielverlagerungen sauber fertig gespielt. Manch eine Torchance des FC Staad hätte verwertet werden müssen, um dem Spielverlauf gerecht zu werden. Doch die Staaderinnen übten sich in Geduld und trugen einen Angriff nach dem anderen vor das gegnerische Tor. Balerna kam nach der Halbzeitpause nur noch selten über die Mittellinie in die gegnerische Hälfte. Und wenn es dem FC Balerna einmal gelang, einen Angriff zu forcieren, wurde dieser sauber von der Abwehr geklärt oder von Julia, der Aushilfstorfrau hervorragend pariert. Allmählich wurde deutlich, dass der FC Staad einen grossen Kraftakt bewältigen muss, um einen Sieg mit nach Hause zu nehmen. Denn nicht nur das gegnerische Publikum heizte die angespannte Stimmung an, sondern auch der Schiedsrichter. Der Schiri handelte oft grob fahrlässig und ignorierte deutliche Handspiele im Strafraum des FC Balerna. Nichtsdestotrotz setzte sich der FC Staad gegen jegliche widrigen Umstände durch und kämpfte weiter. Schliesslich kam es zu einem klaren Elfmeter für die Staaderinnen in der 60. Minute. Sabrina versenkte den Elfmeter routiniert und eiskalt ins linke Eck. Diesen Sieg liessen sich die Spielerinnen des FC Staad nicht mehr nehmen. Alle kämpften bis zum Schluss und setzten auch in den letzten Spielminuten unter brütender Hitze noch zu entscheidenden Offensivsprints an.  Einen einzigen Abschluss gelang Balerna in der 90. Spielminute noch, bis schliesslich ein körperbetontes und hartes Spiel zu Ende ging.

Der FC Staad hat sich den Sieg mehr als verdient und über 90 Minuten hart dafür gearbeitet. Oft mussten sie geduldig bleiben und die Nerven behalten, auch wenn jegliche Umstände gegen sie zu spielen versuchten. Doch die Dominanz, Stärke und der Einsatz der Staaderinnen wurden mit weiteren 3 Punkten belohnt.

Das nächste Spiel der Frauen des FC Staad findet am 04. Juni um 20.00 Uhr gegen den FC Gambarogno auswärts statt.

Felicia Frick

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