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Trotz zwischenzeitlicher 2:0-Führung gelingt es St. Gallen-Staad nicht, gegen Basel den ersten Saisonsieg einzufahren. Am Ende setzte es eine 3:5-Niederlage.

Christian Wenger

Ein Abtasten fand nicht statt: beide Teams suchten sofort die Offensive, agierten in den Abschlüssen aber noch zu ungenau. Vor allem die Basler Angriffsreihe, die in den ersten beiden Spielen bereits siebenmal getroffen hatte, zeigte sich spielfreudig. Eher aus dem Nichts kam dann der Führungstreffer für das Heimteam. Jessica Schärer schüttelte ihre Gegenspielerin ab und traf wuchtig zum 1:0. Euphorisiert von der erstmaligen Führung diese Saison rannte St. Gallen-Staad gleich weiter nach vorne und wurde mit dem 2:0 von Stephanie Brecht belohnt. Die FCB-Abwehr hinterliess bei beiden Gegentoren nicht gerade einen stilsicheren Eindruck. Die Ostschweizerinnen wollten dieses positive Ergebnis unbedingt in die Pause mitnehmen. Und obwohl die Gäste nochmals gute Möglichkeiten hatten, die von Torhüterin Fabienne Oertle zunichte gemacht wurden, folgte das erste Tor der Baslerinnen doch etwas überraschend. Andrea Frei verkürzte mit einem statten Schuss von der Strafraumgrenze zum Halbzeitresultat von 2:1.

Mit der Einwechslung von Kristina Sundov erhöhte der Gast die Schlagzahl nach Wiederbeginn merklich. Dennoch dauerte es über zwanzig Minuten, bis sie diese Überlegenheit in Tore ummünzen konnten. Tyara Buser zimmerte den Ball genau in den Winkel zum Ausgleich. Und als St. Gallen-Staad seinerseits wieder den Angriff suchte, wurde Brecht unsanft von den Beinen geholt, der fällige Pfiff blieb jedoch aus. Dass aus dem direkten Gegenangriff das 2:3 für Basel durch Elisabeth Mayr entstand, gibt der vorherigen Szene einen bitteren Nachgeschmack. Und nur Sekunden später, seit dem 2:2 waren noch keine zwei Minuten vergangen, erhöhte die bereits erwähnte Sundov auf 2:4. Das wiederum war nochmals ein Weckruf für das Heimteam, plötzlich rannten sie wieder an. Simea Hefti setzte sich energisch durch und verkürzte in der 87. Minute auf 3:4. Die kurz zuvor eingewechselte Céline Bradke hatte wenig später den Ausgleich auf dem Fuss, sah den Ball aber von der Torhüterin zum Corner geklärt. Schlussfrau Oertle hielt es nicht mehr hinten und wollte ihr Team bei diesem Eckball im gegnerischen Strafraum unterstützen. Doch der Ball landete bei einer Baslerin, welche dann die Kugel im leeren Tor zum Schlussstand von 3:5 unterbrachte.

Am kommenden Samstag gastiert St. Gallen-Staad in der Bundesstadt. Spielbeginn bei den YB-Frauen ist um 16:00 Uhr.

FC St. Gallen-Staad – FC Basel 1893 3:5 (2:1) – Gründenmoos, St. Gallen – 120 Zuschauer

FC St. Gallen-Staad: Oertle; Bernet, Böni, Hefti, Iseli; Göppel; Schärer (79‘ Bradke), Li Puma (65‘ Christen); Wyss; Brecht, Ess (70‘ Caputo).

Tore: 18‘ Schärer 1:0, 20‘ Brecht 2:0, 40‘ Frei 2:1, 69‘ Buser 2:2, 71‘ Mayr 2:3, 72‘ Sundov 2:4, 87‘ Hefti 3:4, 90‘ + 2 Fuso 3:5.

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