Archivbild: z.V.g.

Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Vizemeister Lugano folgte der nächste Brocken für St. Gallen-Staad bei Meister FC Zürich Frauen. Die Meisterinnen waren aber eine Nummer zu gross und siegten gegen die Aufsteigerinnen mit 5:1 (3:0).

Ronya Böni

In Gedenken an die viel zu früh verstorbene YB- und Nationalspielerin Florijana Ismaili schwiegen die Spielerinnen und ZuschauerInnen auf dem Heerenschürli in Zürich für eine Minute und liessen gelb und schwarze Ballone in den Himmel steigen. Nach diesen ruhigen Momenten legten die Frauen des FC Zürich los wie die Feuerwehr. Es folgte Angriff über Angriff auf das Tor von Gästetorhüterin Fabienne Oertle, wobei es nach 13 Minuten und einem Doppelpack von Fabienne Humm bereits 2:0 stand. Die Gäste aus der Ostschweiz konnten sich nur schwer aus dieser Umklammerung lösen, verloren viele Zweikämpfe und kamen auch kaum vor das Tor der Zürcherinnen. Bis zur Pause konnte der letztjährige Meister durch Lorena Baumann sogar auf 3:0 erhöhen.

Das Spiel schien schon zur Pause entschieden und trotzdem wollten sich die Spielerinnen des FC St. Gallen-Staad nochmals aufraffen und eine gute 2. Halbzeit abliefern. Doch auch der Start in die 2. Hälfte verlief holprig und bereits nach 49 Minuten erhöhte Lydia Andrade auf 4:0. Nach diesem Gegentreffer fingen sich die Ostschweizerinnen. Die Zweikämpfe wurden auch von ihrer Seite härter geführt, der Ball konnte besser in den eigenen Reihen gehalten werden und so kamen sie dem Tor durch Versuche von Jessica Schärer und Ylenia Caputo immer näher. In der 71. Minute, nach einem schnell ausgeführten Freistoss durch die Hintermannschaft, konnten die St. Gallen-Staaderinnen das Heimteam überraschen. Ardita Isenis Schuss konnte die Torfrau der Zürcherinnen nur ungenügend klären, Serena Li Puma reagierte am schnellsten und drückte den Ball zum Ehrentreffer über die Linie. Die Zürcherinnen hatten jedoch noch nicht genug, sie wurden nochmals aktiver und so stellte die Ex-Nationalspielerin Martina Moser, durch einen direkt verwandelten Freistoss, den Vier-Tore-Vorsprung wieder her.

Es blieb beim Schlussstand von 5:1. Jetzt gilt es für das junge Team von Marco Zwyssig den Kopf nicht hängen zu lassen und aus dieser Niederlage zu lernen. Da der Meisterschaftsbetrieb aufgrund der Nationalmannschaftspause für eine Woche ruht, empfängt der FC St. Gallen-Staad die Frauen des FC Basel für ihr nächstes Heimspiel erst in zwei Wochen, am 07.09.2019. Das Spiel beginnt um 16.30 Uhr.

FC Zürich Frauen – FC St. Gallen-Staad 5:1 (3:0) – Sportanlage Heerenschürli – 300 Zuschauer

FC St. Gallen-Staad: Oertle; Böni, Iseli, Göppel; Caputo (60′ Iseni), Wyss, Bernet, Hefti (66′ Christen); Ess (75′ Brecht); Schärer, Li Puma

Tore: 11′ Humm 1:0, 13′ Humm 2:0, 20′ Baumann 3:0, 49′ Andrade 4:0, 71′ Li Puma 4:1, 88′ Martina Moser 5:1.

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